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Rote Flüh - "Südwestkante" - 15.06.2006

TourennameRote Flüh - "Südwestkante"
BeschreibungZustieg: Vom Gimpelhaus läuft man nicht rechtshaltend in Richtung Tannheimer Hütte - Gimpel, sondern auf schmalem Weg leicht links in Richtung Rote Flüh / Hochwiesler. Man quert unterhalb des Hochwieslers, vorbei an einer markanten kleinen Höhle, in der sich zur Not biwakieren liese, bis zum Einstieg der Tour. Beschreibung: Die Tour selber zeichnet sich durch einen sehr abschreckenden, kleingriffigen und bröseligen Einstieg im oberen 6. Grad aus. Da ist von Anfang an gutes Hingreifen und etwas moralische Stabilität verlangt. Ob Vor- oder Nachtstieg tut dabei nicht so viel zur Sache, einen Rucksack im Nachstieg durchzuhiefen hat jedenfalls auch nicht viel Spass gemacht. Diese Seillänge ist mit 6+ bewertet und hat die Schwierigkeit auch locker intus. Weiter geht's zunächst nochmal ein bisschen knifflig vom Stand weg (6-), dann aber deutlich leichter werdend zu einer der drei 7er Stellen in der 3. Seillänge. Der kleine Rissüberhang direkt neben dem Stand bildet die erste richtig schwierige Stelle der Tour. Auch hier gilt, dass der Nachstieg mit Rucksack nicht wirklich viel Spass macht. Der Fels ist nun allerdings deutlich besser und dank ausreichender Absicherung kann schon mal etwas gewagt werden. Die weiteren Seillängen bieten nochmal zwei Herausforderungen, ebenfalls mit 7- bewertet, einmal einen kleinen Überhang, neben der technischen Stelle in der alten Südwand und eine 7- Platte, auf der gutes Stehvermögen gefragt ist. Hier war Nachsteigen auch mit Rucksack sicherlich angenehmer als der Vorstieg. Die Platte ist aber noch recht rauh und sollte daher keine Probleme machen. Weiter geht es durch 4er Gelände, bis man schließlich vor der Wahl steht, nochmal einen Quergang im 6. Grad auf sich zu nehmen, oder über den leichten Grat zum Gipfel aufzusteigen. Wir haben uns für ersteres entschieden. Recht luftig geht's ein kleines Stück rechtshaltend wieder von der Scharte weg. Dann folgt herzhafte Plattenschleicherei und schon hat man den vorletzten Standplatz erreicht. Von hier weg kann man durch eine wunderschöne Verschneidung im 5. Grad in Richtung Gipfel aussteigen. Unsere Entscheidung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Seillängen:
1. SL 38m - 6+ (anhaltend schwer)
2. SL 37m -  6+ (nur eine Stelle)
3. SL 30m - 7- (längere Stelle)
4. SL 30m - 5
5. SL 38m - 7 (schwere Einzelstelle im Überhang, danach nochmal Platte 6+)
6. SL 45m - 4+
7. SL 30m - 4-
8. SL 30m - 6 (kleingriffiger Quergang, sehr luftig!)
9. SL 30m - 6- (schöne Verschneidung)
10. SL 18m - 5 Abstieg: Von der Roten Flüh runter soll es eine Abseilpiste geben, diese haben wir aber nicht benutzt. Wir sind den normalen Weg in Richtung Tannheimer Hütte abgestiegen, dafür haben uns trotz reichlich Altschnee Turnschuhe gereicht. Bewertung: Lässt man die erste Seillänge einmal aussen vor, so handelt es sich bei dieser Tour um eine wirklich schöne Kletterei mit ein paar herzhaften Stellen. Diese sollten auch nicht unterschätz werden. Wer den Einstieg packt, muss aber vor dem Rest keine Angst haben. In den schwierigen Stellen sind nicht alle Griffe so fest, wie man sich das wünschen würde, die Absicherung ist aber in den schweren Stellen ausreichend. Wer's nicht ganz so schwer mag, kann sich an der neuen Südostkante am Gimpel versuchen. Sicherlich homogener in den Schwierigkeiten und besser abgesichert. (Mimi)
Bilder 
 
 
 
 
 
 
 
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