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Großglockner (3798m) - Normalweg - 14.08.2002 bis 15.08.2002

TourennameGroßglockner (3798m) - Normalweg
Beschreibung

Der Großglockner ist mit 3798m der höchste Berg Österreichs. Entsprechend begehrt ist er auf der Liste viele Gipfelaspiranten. Das merkt man vor allem an den Preisen der Hütten und der Anzahl der Begehungen samt dem Können der Begeher.

Anreise

Wir sind mit dem Auto Richtung Glocknergruppe gefahren, dann über die Glocknerpassstrasse bis zum Parkhaus Franz Josefs Haus. Die Strasse kostet pro PKW und Tag 26 Euro. Dafür ist das Parkhaus kostenfrei.

Erster Tag: Aufstieg zur Adlersruhe

Über den Pasterzenferner (Mittleres Pasterzenkees) zum Glocknerkar. An dieser Stelle sind wir ein wenig vom Weg abgekommen und durch steiles Bachgelände wieder auf den eigentlich Hoffmannsweg gekommen. Der Weg ist von unten sehr schlecht sichtbar, aber durch Steinmännchen gekennzeichnet. Von da aus geht es über das steilere und spaltenreiche Hoffmannskees hinauf in Richtung Salmkamp. Auf dem Gletscher unbedingt anseilen, die Brücken waren schon recht aufgeweicht!

Vom Salmkamp ist es noch ein kleines Stück, dann ist man auch schon auf der Hütte, der Erzherzog Johann Hütte - Adlersruhe genannt. Hier haben wir übernachtet und beschlossen, am nächsten Tag vor dem Frühstück auf den Gipfel zu gehen.

Zweiter Tag: Gipfel und zurück zum Auto

Um halb fünf am nächsten Tag sind wir von der Hütte aufgebrochen und waren auch tatsächlich die zweiten, die losgezogen sind. Vor uns nur ein einzelner Bergsteiger, der den Gipfel vor uns erreicht hat. Über das Glocknerleitl geht es hinauf zum Gipfelgrat. Am Leitl ist es nicht ratsam, sich anzuseilen. Es gab eigentlich keine Spalten und ein einzelner Rutscher würde mit Sicherheit die ganze Seilschaft mitreisen.

Der Gipfelgrat ist nochmal etwas anspruchsvoll, etwas vereister Fels bis II an den wichtigen Stellen jedoch mit Stahlseil gesichert. Man kann auch den ganzen Grat am Seil sichern, Möglichkeiten dazu sind ausreichend vorhanden. Um halb sieben erreichen wir dann schließlich den Gipfel und haben recht gutes Wetter. Die Aussicht vom höchsten Berg Österreichs ist fantastisch, Dolomiten, Ötztaler, Venedigergruppe... alles ist zu sehen. Nach einer halben Stunde auf dem Gipfel machen wir uns auf den Rückweg, da ziehen schon die Karawanen zum Gipfel. Lange Wartezeiten an den schwierigeren Passagen machen den Abstieg nicht gerade zum Vergnügen. Es wundert einen immer wieder, wer so alles in den Bergen anzutreffen ist...

Auf der Hütte haben wir dann noch unser Halbpension Frühstück zu uns genommen, es war nicht sehr üppig, allegemein kann man sagen ist die Hütte eher überteuert gewesen (1/2 Liter Teewasser 3,30 Euro!!!).

Nach dem Frühstück machen wir uns an den Abstieg, diesmal direkt über das Hoffmannskees, ohne den Umweg über den Salmkamp. Auch hier ist das Gehen am Seil wieder unbedingt anzuraten, weil zahlreiche Spalten gequert werden müssen.

Um zwölf Uhr sind wir schließlich wieder am Auto.


Charakteristik

Hochtour mit Passagen im Gletscher und nicht zu unterschätzendem Gipfelgrat. Sicheres Gehen mit Steigeisen und Klettern im vereisten Fels sollten vorher geübt werden. Ansonsten trotz der vielen Gipfelgeher sicherlich ein lohnendes Ziel. Es bleibt die Frage, ob es immer die höchsten sein müssen...

Bilder
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